Wer diesem Blog schon länger folgt und/oder schon länger beruflich mit mir zu tun hat, der weiß, kurz vor Weihnachten kommt die Weihnachtsgeschichte. Begonnen habe ich damit im Jahr 2013. Und, wie immer in der Vorbereitung auf die diesjährige Weihnachtsgeschichte, habe ich mir die letzten Jahre noch einmal durchgelesen. 12 Jahre sind eine doch nicht ganz kleine Zeit. Und der jährliche Rückblick lässt verdichtet die Veränderungen in der Welt, in Europa, in Deutschland erkennen. Die ersten Jahre schrieb ich von der immer schnelleren Welt aufgrund der Produktivitätsverdichtung durch zunehmende Digitalisierung und Informations-Overload, von Armut mitten in einer der reichsten Städte Deutschlands und ja auch von Kriegen an anderen Enden der Welt, die Deutschland zwar erreichten, aber über die Medien und durch Menschen, die hier Schutz suchten und denen wir Schutz gewährten. Doch trotz all dem, der Frieden und die Freiheit Europas, Deutschlands sowie dessen Wohlstand war ungefährdet, so jedenfalls unser aller Grundgefühl. Die Annektierung der Krim und vieles andere verdrängten wir schließlich erfolgreich. 2020 ändert sich dieses Gefühl der Sicherheit. Die Pandemie brach 2020 über uns herein. 2022 folgte der russische Großangriff auf die Ukraine, der bis heute andauert. Man könnte sagen, das Außen ist nach und nach nach Innen gekommen.

